Bordcomputer im Auto
Computer im Alltag

Bordcomputer im Auto

Ein modernes Auto hat bis zu fünfzig kleine Computer an Bord, die mehr oder weniger miteinander vernetzt sind. Einige bestehen nur aus kleinen Sensoren, andere müssen komplizierte Rechenoperationen durchführen.

Armaturenbrett

Hier befindet sich die zentrale Anzeige für die meisten Dienste, vom Navigationsgerät bis zur Innen- und Außentemperatur, Geschwindigkeit, Tankanzeige, Warnhinweise und das Unterhaltungssystem. In den meisten Autos werden zwei Displays verbaut – eines direkt hinter dem Lenkrad und eines in der Mitte des Armaturenbretts. Von hier aus wird auch ein Head-Up-Display gesteuert, das Informationen auf die Windschutzscheibe projiziert.

Motorraum

An der Seite angebracht ist meistens die Steuereinheit, die sich um den Motor und den Antrieb kümmert. Sie besteht ebenfalls aus einem oder mehreren Computern, die Daten der verschiedenen Sensoren im Auto analysieren und wenn notwendig bestimmte Aktionen auslösen. Melden die Sensoren am Scheibenwischer Regen, schaltet der Computer die Wischer ein und auch schon mal das Abblendlicht. Meldet ein Sensor, dass man einem vorausfahrenden Auto zu nahe kommt, kann der Fahrassistent die Geschwindigkeit drosseln oder sogar das Fahrzeug abbremsen. Hier wird aber auch der Spritverbrauch geregelt und zum Beispiel von Benzin- auf Hybridantrieb umgeschaltet.

Autonome Sensoren

Einige Systeme im Auto haben zwar kleine Chips, müssen aber zu einem gewissen Grad auch autonom arbeiten. Die wichtigsten Teile sind die Airbags. Sie müssen innerhalb von kürzester Zeit auslösen und können nicht auf einen Befehl vom Zentralcomputer warten. Auch die Klimaanlage ist meistens ein selbstständiges System, das nur eine Eingabeschnittstelle am zentralen Display hat. Die Türöffnung muss im Notfall ebenfalls selbstständig funktionieren, gleiches gilt für elektrische Fensterheber.

Einfache Sensoren

Manche Computer bestehen nur aus einem Sensor und einem kleinen Chip, der Daten zum Bordrechner sendet. Solche Geräte findet man bei den Einparkhilfen, beim Regensensor, bei Chips die die einbrechende Dunkelheit erkennen, den Reifendruck messen, den Benzinstand und den Ölstand. Ein Sensor misst den Abstand zu anderen Autos und zeigt an, wenn ein Auto am eigenen Fahrzeug vorbeifährt. Andere Sensoren können die Temperaturen der verschiedenen Betriebsstoffe feststellen und bei Bedarf Alarm schlagen.

Heckbereich

Da in der Front eines Autos recht wenig Platz ist, werden einige Kleincomputer im Heckbereich verbaut. Hier findet man die Telefonmodule, Alarmanlagen, Teile des Soundsystems, eine Heckkamera, Radarsensoren und entsprechende Chips, die den Fahrer vor einem Auffahrunfall warnen. In manchen Hybrid-Modellen wird von hier aus auch die Antriebsbatterie angesteuert und berechnet, wie viel Rückholenergie man braucht, um sie wieder aufzuladen.

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