Einkaufen im Internet
Geschichte des Computers

Einkaufen im Internet

Kaum erblickte das Internet das Licht der Welt, gab es auch schon die ersten Webseiten, welche ein kommerzielles Interesse verfolgten. In dieser Anfangszeit waren es in erster Linie Produkte und Dienstleistungen, die einen Bezug zum Computer und dem Internet haben, die auf diesem Wege vertrieben wurden. Doch bald schon kamen andere Branchen hinzu, und so gibt es heute fast nichts, was man nicht auch im Internet einkaufen kann.

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Die ersten Warenhäuser im Internet

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Mitte der 1990er Jahre erlebten Unternehmen mit einem Bezug zum Internet einen Boom. In der Folge entstanden unzählige Startups, die aber oft nach wenigen Jahren wieder vom Markt verschwanden. Zwei dieser Startups waren Amazon, welches 1994 als Online-Buchladen gegründet wurde, und eBay. Sie versuchten, klassische Ladengeschäfte, wie den Buchhandel oder das Auktionshaus, ins Internet zu verschieben. Dieses Vorgehen war sehr erfolgreich, und so sind die beiden Unternehmen heute Industriegiganten, welche ihre Branchen dominieren. Amazon hat es außerdem geschafft, sich neue Geschäftsfelder zu eröffnen, und so verkauft der einstige Internet-Buchhändler heute vom Webspeicherplatz bis zum Flaschenöffner fast alles.

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Bei manchen Produkten, wie Schuhe oder Kleider, dauerte es etwas länger, bis die ersten erfolgreichen Geschäfte im Internet entstanden. Dies lag daran, dass die Kunden diese Produkte gerne zuerst in den Händen halten und anprobieren. Zwar gab es schon seit längerer Zeit den Versandhandel per Katalog und dessen Nutzer konnten leicht von den neuen Angeboten im Internet überzeugt werden, doch die um ein vielfaches größere Kundschaft der klassischen Ladengeschäfte war lange Zeit skeptisch. Dies änderte sich erst, als die ersten Anbieter die Option boten, die Kleider kostenlos zurückzusenden. Nun konnte man im Internet eine Auswahl treffen, sich diese zusenden lassen, anprobieren und die nicht passenden oder nicht den Vorstellungen entsprechenden Artikel zurücksenden.

Eine ernste Konkurrenz für klassische Geschäfte

In den Anfangszeiten war der Versandhandel über das Internet relativ klein und so wurde er von den etablierten Geschäften belächelt. Doch schon bald musste der Buchhandel feststellen, dass immer mehr Kunden ausblieben und stattdessen im Internet bestellten. Bald zeigte sich ein ähnlicher Trend in anderen Branchen. Heute gibt es wohl kaum eine Branche, welche nicht mit der Konkurrenz aus dem Internet zu kämpfen hat.

Doch die Ladengeschäft lernen mehr und mehr, mit dieser Konkurrenz umzugehen. Sie bieten Kunden einen Mehrwert, der über das Internet nicht möglich ist. Im Buchladen kann dies zum Beispiel die direkte Beratung durch den Verkäufer oder ein Geschenkservice sein, im Kleiderladen eine Stilberatung oder exklusive Designerstücke, die sonst nicht erhältlich sind. Auf diese Art und Weise können die Ladengeschäfte die Kundenverluste durch die Konkurrenz aus dem Internet abmildern und ihr Bestehen sichern.

Manche Ladengeschäfte haben aber auch damit begonnen, ihre eigenen Internetgeschäfte aufzubauen. So überlassen sie dieses Geschäftsfeld nicht einzig und alleine der neuen Konkurrenz. Der Erfolg dieser Strategie ist von Geschäft zu Geschäft unterschiedlich, doch manches etablierte Ladengeschäft konnte sich auch im Internet zum Marktführer entwickeln.

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